Wallbox-Kabelquerschnitt: 11 kW und 22 kW
Vom Zählerschrank bis zur Wallbox, einfache Strecke
- Tabellen-Minimum (Spannungsfall und Belastbarkeit)DIN VDE 0298-4:2013-06 Tabelle 3 und Spannungsfallformel (DIN VDE 0100-520): Spannungsfall verlangt 1,5 mm² (0,62 mm² rechnerisch); Belastbarkeit 1,5 mm² (3 belastete Adern, C, Faktor 1,00)
- 1,5 mm²
- Herstellerübliche Zuleitunggo-e: 5×2,5 mm² am Gerät; Händler nennen 5×2,5 bis 15–20 m, 5×4 bis 25–40 m, 5×6 darüber
- 2,5 mm²
- Spannungsfall mit der Empfehlung√3 · L · I / (κ · A), κ = 56
- 2,97 V · 0,74 %
- LeitungsschutzschalterZuordnung nach DIN VDE 0298-4:2013-06 für 2,5 mm² in C: 16 A
- 3 × B16
- FehlerstromschutzTyp A nur bei Wallbox mit integrierter DC-Fehlerstromerkennung (6 mA), sonst Typ B; eigener Stromkreis je Ladepunkt (DIN VDE 0100-722)
- RCD 30 mA
- NetzbetreiberAnmeldung vor Installation (§ 19 NAV); der Netzbetreiber kann bis 11 kW nicht widersprechen
- anmelden
30 °C ist der Tabellenbezug; Garage im Sommer eher 35–40 °C
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Eine 11-kW-Wallbox zieht 16 A je Außenleiter, eine 22-kW-Wallbox 32 A, jeweils dreiphasig an 400 V. Der Rechner zeigt das Tabellenminimum nach DIN VDE 0298-4 und Spannungsfall für Ihre Leitungslänge und daneben die Zuleitung, die Hersteller und Händler üblicherweise verlegen (5×2,5 mm² für 11 kW, 5×6 mm² für 22 kW, bei langen Strecken mehr). Dazu Absicherung, Fehlerstromschutz und die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Installation ist Sache des eingetragenen Elektrofachbetriebs.
Rechenbeispiele
- 11 kW, 15 m Garage
- 16 A, 15 m, Verlegeart C, 30 °C: Spannungsfall bei 2,5 mm² 0,74 %, Belastbarkeit 24 A. Tabellenminimum 1,5 mm², herstellerüblich 5×2,5 mm², Absicherung 3 × B16. Diesen Fall öffnen
- 11 kW, 45 m Carport
- Bei 45 m fordert der Spannungsfall mit 3 % erst 2,5 mm² (2,22 %); Händler nennen ab 40 m 5×6 mm². Wer die Reserve für ein späteres 22-kW-Gerät will, verlegt gleich 5×6. Diesen Fall öffnen
- 22 kW, 25 m
- 32 A, 25 m, C, 30 °C: Belastbarkeit erlaubt 4 mm² (32 A), Spannungsfall bei 6 mm² 1,03 %. Herstellerüblich 5×6 mm², Absicherung 3 × B32, Genehmigung des Netzbetreibers nötig. Diesen Fall öffnen
- 22 kW, 25 m, 40 °C im Rohr (B2)
- Bei 40 °C sinkt die Belastbarkeit um den Faktor 0,87: 4 mm² in B2 (27 A × 0,87 = 23,5 A) reicht nicht, 6 mm² (34 × 0,87 = 29,6 A) auch nicht, erst 10 mm² (46 × 0,87 = 40 A). So schnell wird aus dem Standardkabel ein größeres. Diesen Fall öffnen
So wird gerechnet
Strom je Außenleiter: I = P / (√3 · 400 V), also 15,9 A für 11 kW und 31,8 A für 22 kW, in der Praxis 16 A und 32 A.
Spannungsfall: ΔU = √3 · L · I / (56 · A); Mindestquerschnitt A = √3 · L · I / (56 · ΔUmax) mit ΔUmax = 3 % von 400 V = 12 V.
Belastbarkeit: Iz aus DIN VDE 0298-4 Tabelle 3 (3 belastete Adern) mal Temperaturfaktor; Iz ≥ 16 A bzw. 32 A. Die Empfehlung ist das Maximum aus Tabellenminimum und herstellerüblicher Zuleitung.
Die Zahlen dahinter
- Ströme und Anschlusskabel
- go-e Charger Gemini, technische Daten 2022: 11 kW = 16 A, 22 kW = 32 A dreiphasig; Anschlusskabel 5×2,5 mm² bzw. 5×6 mm²; FI-Modul mit DC-Erkennung 6 mA. Geprüft am 05.09.2026. Quelle
- Zuleitung nach Länge (Händlerangaben)
- kabelkaufhaus.de (24.05.2026): 11 kW bis 15 m 5×2,5, bis 25 m 5×4, bis 40 m 5×6; 22 kW bis 15 m 5×6, bis 30 m 5×10, bis 50 m 5×16. stromdiagnose.de (22.06.2026): 11 kW bis 20 m 5×2,5, 20–40 m 5×4, darüber 5×6; 22 kW bis 30 m 5×6. Quelle
- Belastbarkeit und Faktoren
- DIN VDE 0298-4:2013-06 Tabelle 3, 17 und 21 (ABB-Auszug). Siehe Kabelquerschnitt-Rechner. Quelle
- Anmeldung und Genehmigung
- ADAC (28.11.2025): jede private Wallbox ist vor der Installation beim Netzbetreiber anzumelden; über 11 kW zusätzlich genehmigungspflichtig; Grundlage § 19 NAV seit März 2019; der Netzbetreiber hat zwei Monate Zeit. Quelle
- Fehlerstromschutz
- DIN VDE 0100-722: eigener Stromkreis je Ladepunkt; RCD max. 30 mA; Typ A nur mit integrierter DC-Fehlerstromerkennung, sonst Typ B (wallbox-info.de). Quelle
- Kosten
- ADAC (29.06.2026): Installation im Einfamilienhaus 500–3.000 €, Gerät 300–2.000 €, 11 kW gesamt grob 1.200–3.500 €. Andere Portale (MyHammer, Aroundhome, Check24) waren am Prüftag nicht abrufbar und sind nicht eingerechnet. Quelle
Häufige Fragen
- Welcher Kabelquerschnitt für eine 11-kW-Wallbox?
- Üblich ist NYM-J 5×2,5 mm² bis etwa 15–20 m, 5×4 mm² bis 25–40 m und 5×6 mm² darüber. Die Tabelle nach DIN VDE 0298-4 erlaubt bei 16 A in Verlegeart C sogar 1,5 mm²; wegen Spannungsfall, Reserve und Abschaltbedingung verlegt praktisch niemand weniger als 2,5 mm².
- Welcher Kabelquerschnitt für 22 kW?
- 5×6 mm² ist die herstellerübliche Zuleitung bis etwa 15–30 m, darüber 5×10 mm² und ab etwa 50 m 5×16 mm². Bei hoher Umgebungstemperatur oder Verlegung im Rohr in der gedämmten Wand kann schon bei kurzer Strecke 10 mm² nötig sein; der Rechner zeigt das.
- Muss ich die Wallbox anmelden?
- Ja, jede private Wallbox muss vor der Installation beim Netzbetreiber gemeldet werden (§ 19 NAV). Bis 11 kW darf der Netzbetreiber nicht widersprechen; über 11 kW braucht es eine Genehmigung, für die er zwei Monate Zeit hat. Die Meldung macht in der Regel der Elektrofachbetrieb.
- Reicht ein FI Typ A?
- Nur wenn die Wallbox eine eigene DC-Fehlerstromerkennung (6 mA) hat, was bei fast allen aktuellen Geräten der Fall ist. Ohne diese Erkennung ist ein RCD Typ B vorgeschrieben. In jedem Fall gilt ein eigener Stromkreis je Ladepunkt nach DIN VDE 0100-722.
- Was kostet die Installation?
- Der ADAC nennt (Stand 29.06.2026) 500 bis 3.000 € für die Installation im Einfamilienhaus, je nach Leitungsweg und Zählerschrank, plus 300 bis 2.000 € für das Gerät; für 11 kW insgesamt grob 1.200 bis 3.500 €.
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